Beschreibung und Aufbau meiner Station
Anforderungen:
Die Forderungen, die ich an den mechanischen Aufbau meiner Station gestellt habe sind :
Alle Sensoren , mit Ausnahme von Wind und Solar sollen an einem Mast sein
Der Mast sollte im Garten, an der Stelle der alten DWD Station stehen
Der Mast sollte stabil und damit vibrationsarm sein
Der Mast sollte umlegbar sein, um höhere Sensoren besser warten zu können
Für den Mast sollten möglichst vorhandene oder handelsübliche Teile verwendet
werden
Vorhanden waren:
Ein Stück Vierkantrohr 40*40 mm, 2,92 mtr lang
Zwei Antennenrohrstücke 44 mm/Ø, je 2,00 mtr lang
Verschiedene Alublechstücke
Flacheisenstücke 20 und 30 mm (als Meterstücke aus dem Baumarkt)
Schrauben und andere Grundmaterialien, wie in jeder Hobbywerkstatt
Gekauft wurden:
Ein Antennenfuß
Vier Rohrschellen
Eine Schraube M 10, 200 mm lang (Kippachse)
Eine Lochplatte
Dann ging es los.
Ein befreundeter Schlosser, bei dem ich auch gelegentlich aushelfe, hat das
Vierkantrohr in zwei gleiche Teile a´1,46 mtr geschnitten und die Teile dann
mit drei Flacheisenstücken so verschweißt, daß der Abstand dazwischen der
Breite des Antennenfußes +2 mm betrug.
Für den Antennenfuß wurde ein weiteres Flacheisen mit den entsprechenden
Bohrungen vorbereitet. An dieses wurde dann an einer Seite ein Rohr für die
Aufnahme der M10 Schraubenachse geschweißt. In den Vierkantrohren waren auch
noch zwei Bohrungen für diese Achse gebohrt worden.
Die fertigen Teile wurden noch verzinkt und sahen dann so aus:

Alle Arbeiten an dem Fuß, außer den Schweißarbeiten und das Verzinken habe
ich in meiner Hobbywerkstatt selber ausgeführt.
Durch den Abbau meiner alten DWD Station blieben vier Löcher im Boden, die
schon fast die Tiefe hatten, die ich für meinen Mastfuß brauchte. Ich habe
eines davon so vertieft, daß etwa die Hälfte meines Mastfußes im Boden war
und ihn dann festbetoniert.

Die blaue Farbe habe ich aufgesprüht, um Anrisse für Bohrungen besser zu
sehen. Der Antennenfuß ist im Bild auch schon zu erkennen.
Im nächsten Schritt wurde das erste Antennenrohrstück angebracht (in
gekippter Lage).

Antennenfuß und Antennenrohr haben den Vorteil, daß das Rohr eine Nase und der
Fuß eine entsprechende Kerbe hat, die ein verdrehen des montierten Rohres
verhindern.
Jetzt braucht der Mast nur noch aufgerichtet werden, mit dem Lochstreifen und
zwei M 6 Schrauben am oberen Ende des Fußes gesichert werden.
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Auf den Fotos sieht der Mast (z.Z. nur mit dem ersten Antennenrohr) etwas
schief aus, er ist aber genau senkrecht.
Das dritte Bild zeigt den Mast nun schon mit den ersten Sensoren, unter dem
"Wetterhut" ist ein ELV Sensor ASK 2000 für Temperatur, Luftdruck und
Feuchte. Weiter unten ist der Niederschlagsmesser von ELV. Im Hintergrund ist
noch ein Regenmesser nach Prof Hellmann zu sehen, wie ihn auch der DWD
verwendet. Dieser hat eine Höhe von 1,02 mtr, der ELV-Regenmesser eine von 1,20
mtr. Beide sind ca. 2,00 mtr auseinander und somit die Ergebnisse miteinander
vergleichbar.
Die Sensoren habe ich auf Trägern befestigt. Diese habe ich aus 20 bzw 30 mm
breitem Flacheisen aus dem Baumarkt in meiner Hobbywerkstatt hergestellt. Vor
dem Anbringen habe ich auch diese Teile zum Verzinken gegeben, damit sie
einigermaßen wetterfest sind.
Diese Träger habe ich mit Rohrschellen (Baumarkt Sänitärabt.) am Mast
befestigt.

Auch hier gilt, obwohl der Wetterhut schief aussieht, ist er genau senkrecht am
Mast befestigt.
Das untere Ende des Sensors in diesem Wetterhut ist genau auf Höhe der dritten
Lamelle von unten und somit total in dem Wetterhut. Die Anbringungshöhe von 2,0
mtr für diesen Sensor bezieht sich auch auf die dritte Lamellenebene.
Der Sensor ist noch Batteriebetrieben, soll aber später über eine Solarzelle
am Mast versorgt werden.
Der Niederschlagsmesser soll bis zum Winter noch mit einer Heizung verwehen
werden.

Der Regenmesser ist mit zwei Platten auf dem Träger montiert. Zwischen den
beiden Platten habe ich drei lange Schrauben (M 6), mit diesen kann ich den
Regenmesser absolut waagerecht einstellen. Der große Abstand deshalb, weil ich
verhindern möchte, daß im Winter das Wasser aus dem Regenmesser gefriert und
den Abfluß verstopft.
Soweit ein erster Bericht über meine Station, sie ist nicht unbedingt
"schön" aber zweckmä0ig und stabil.
Ich habe mit einem Fußball gegen den Fuß geschossen und der Regenmesser hat
keine Kippbewegung gemacht.
Die Station wird erweitert werden und ich werde darüber berichten.
EW